Freitag, 20. Januar 2012

ASAP Rocky "Purple Swag"

Was bin ich am Arsch. Man hängt hier rum und die Welt dreht sich nur noch um die eine Sache. Diesen Scheiss Abschluss zu machen. Und das Internet wird auch immer langweiliger oder das schlechte Gewissen immer größer? Dann added man wieder Leute auf Facebook von denen man Input erhofft. Weil in dieser Stadt kommt doch so gut wie nie was. Jedenfalls nicht mit Bumms und Bass. Neulich habe ich die Jahresliste von Sarah mir angeschaut. Und das tolle, ich kannte die Sachen nicht (vlt hätte ich müssen. war aber nicht so!) und sie waren gut. Wie oben zu sehen, sehr gut so gar. Ich bin ja nicht unbedingt der große Fan von Jahreslisten. Weil ich mir nur alte Platten kaufe. Von Szenen die schon tot sind. Aber Alex von den Sick Girls hatte die Liste empfohlen und da sollte man vlt doch auch einmal abschweifen dürfen und ein Auge drauf werfen. Schließlich scheint Alex ehh beim heißesten Scheiss am dichtesten dran zu sitzen. Die Moral der Geschichte. Ich bin am Arsch. Aber Alex (half Sick) cool. Und Sarah cool. Und A$AP Rocky Purple Swag auch cool. Und das tollste, wenn man mal aus dieser Stadt rauskommt, sieht man diese Leute auf Partys. Und manchmal kommt man übers Internet in Kontakt. Nicht weil mans drauf angelegt hat, sondern weil man den Freund des Freundes, die Freundin der Freundin kennt und vlt Grime ziemlich gut findet. Und dann trifft man sich wieder bei Partys und sagt mal Guten Abend, in echt. Oder eben übers Internet. Verrückte Welt aber auch cool. Jedenfalls im www. Aber auch verrückt.

Donnerstag, 19. Januar 2012

Un|Rave

Die verfallensten Zombies werfen ihre Schatten am weitesten voraus. Am 04.02. veranstaltet die alte Tante Crack, Hallo hier! noch einmal eine große Sause. Vlt die letzte vlt nicht. Dazu geladen haben wir Senior Istari Lasterfahrer und Seniorina Karl Marx Stadt. Wir haben uns also nicht lumpen lassen. Ich hoffe ihr wisst das zu würdigen und kommt vorbei. Wir feiern dann wie bescheuert und schwitzen was das Zeug hält.
Häckchen machen kann man auch.
Bei Fb
Bei LastFm

Aber vlt sagt ihr Opa, Oma, Onkel, Tante, Cousine, Cousin, Nichte, Neffe, Mama und Papa, Freundin und Freund einfach so bescheid, dass ihr da auf jeden Fall hingeht und alle anderen das auch tun. Und das euch egal ist, wie die das finden. Ohh man wird das verrückt werden.

Samstag, 10. Dezember 2011

Gegen Kopf und Gliederschmerzen


So mal an alle! Ich schreibe meine Magisterarbeit über die Fotografien die bei den Fugazi Alben Verwendung fanden. Schwerpunkt Lebensstil (keine Frage des Stils) und Selbstbild. Ich dachte mal, das wäre ein populäres Thema. Aber niemand kennt mehr Fugazi. Das ist schade. Denn die Band hat neben Waiting Room ganz großartige Songs geschrieben. Das ist eines meiner Lieblingslieder. Ich habe sogar so etwas wie ein offenes Forschungstagebuch. Kann man hier einsehen. http://endhits.blogspot.com/ Genau gerade habe ich da mal wieder nicht ganz so viel reingeschrieben. Keine Lust und traurig und geht so langsam voran. Diese Woche habe ich für mich noch einmal die Gliederung über den Haufen geworfen. Ich hoffe jetzt klappt es ein bisschen besser. Man ist so allein in dieser Scheisse. Aber einige kennen das ja. Macht´s gut! Taucht tief!

Dienstag, 6. Dezember 2011

Nur so!

Ich halte auch gerade den Affen, der ich  selber bin, in den Armen. Hoffentlich habe ich jetzt den Skug Artikel beendet. Hoffentlich ist er gut geworden. Hoffentlich kauft ihr alle das kommende Skug. Hoffentlich lest ihr alle meinen Artikel. Hoffentlich gefällt euch der Artikel. Hoffentlich finde ich bald in den Schlaf. Hoffentlich komme ich morgen mit meiner Magisterarbeit weiter. Hoffentlich bleibt die Hoffnung.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Im Bremer Viertel wird eine Wohnung frei

Für Bremer Verhältnisse, gutes Wetter. Es regnet nicht bzw. es hat nicht geregnet und auch die Sonne hat noch ein wenig geschienen. Es war Tag. Es ist immer noch Tag aber jetzt ist nicht mehr hell. Wenn ich richtig rekonstruiere, hat sich in meinem Gehirn das Substitut so weit verflüchtigt gehabt, dass mir leicht schwummerig wurde. Aber es hilft nicht übers Wetter zu reden oder auch nur drinnen zu sitzen. Ich habe mich auf dem Weg zur Bremer Kreativwirtschaft gemacht, weil es heute nicht zum Flohmarkt gereicht hat. Es war kalt, so dass ich den Pullover, den ich unter Jacke trug, in die Hose stecken musste. Wege hinein ins Viertel mag es viele geben aber ich nutze nicht mehr als vier verschiedene. Jedenfalls wenn ich von zu Hause ins Viertel gehe. Wie bereits geschrieben, es war kein schlechter Tag für einen Gang ins Viertel. Aber lass uns nicht übers Wetter sprechen. Noch bevor ich die dritte Kreuzung erreicht habe, sehe ich das Bullen Auto stehen. Bullen ist ein Synonym für die Polizei. Die Polizei parkt auf dem Gehweg. Die abgesenkten Bordsteine und der Platz auf dem Gehweg vor der Pizzeria scheinen wie gemacht zu sein für die Mittelklasse Limousine der Polizei. Der Wagen ist leer. Links im Blickfeld kommt ein Balkon in Sicht. Die grelle Kleidung eines Sanitäters oder Notarzt reflektiert das Licht, was ein durchschnittlicher Wintertag so zu bieten hat. Das wenige Licht ist dafür ausreichend und die gut sichtbaren Farben seiner Arbeitskleidung tun ihre Pflicht. Es besteht nicht die Gefahr ihn als einen selbstverständlichen Bestandteil der ihn umgebenden Kulisse zu halten. In unübersichtlichen Verkehrssituationen soll ihm die Funktion seiner Kleidung dazu dienen nicht in einem Nachfolgeunfall verwickelt zu werden. Eine ältere Frau und der Notarzt unterhalten sich ruhig. Erst bei dem Blick zurück sehe ich eine Frau, die an der Wand des Balkons gelehnt steht. Ihr Kopf von ihren verschränkten Armen bedeckt, sie hat sich von dem Gespräch der anderen beiden abgewendet. Ich gehe meinen Weg zum Kulturbunker weiter ohne stehen geblieben zu sein. Auch wenn ich hätte mittrauern wollen. Der Suizid der vermutlich wenige Stunden zuvor in der Wohnung stattgefunden hat, lässt mich aber nicht los. Nach dem ich die Humboldtstraße überquert habe, schon kurz davor auf den Ostertorsteinweg zu treffen, kommt mir ein Paar mit kleinem Kind entgegen. Vater und Sohn beschleunigen ihren Gang und lassen Frau respektive Mutter hinter sich. Sonst ist nicht viel los auf dieser eher kleinen Straße. Gleiches gilt nicht für den Ostertorsteinweg. Hier ist fast immer noch was los. Auch ein Grund wieso ich ins Viertel gezogen bin. Das Mindestmaß an Urbanität das man sich in dieser Stadt gönnt. Bis zur Berliner Straße schaffe ich es aber immer nicht bzw. verwechsele die Straße davor mit der anvisierten. Also laufe ich über den Berliner Platz zur Berliner Straße. Die Seilpyramide am Spielplatz, die den Kindern zum spielen dient, ist über und über mit Luftballons geschmückt. Fast an jedem Knotenpunkt ein Luftballon. Auf dem Spielplatz selbst sind nur zwei Mütter mit ihren Kindern. Auf der Berliner Straße ist schon eine ziemlich große Personengruppe auf dem Weg zum „Kreativmarkt“. Ich beschleunige mein Schritttempo um mich vor die Gruppe zu setzen. Es ist schon komisch, dass die Manufaktur der Ausgang aus dem Postindustriellen Zeitalter darstellen soll. Aber das denke ich erst jetzt und nicht vorhin. Ich hätte umdrehen können aber ich war ja fast schon da und wollte J. etwas fragen, im Idealfall Freunde treffen und vielleicht auch XXX, um im Bestfall ein paar Worte zu wechseln. Aber eigentlich war dazu ehh nicht mehr die Laune da, wenn sie denn überhaupt irgendwann heute mal da war. Ich bin vor der Gruppe am Kulturbunker. Man muss sich fast in den Eingang hinein schieben. Aber bis rein komm ich erst gar nicht, weil die ersten guten Bekannten im Eingang stehen. War ich ein guter Unterhalter? Ich glaube tatsächlich dass der Zynismus den ich mir für solche Situationen angeeignet habe tatsächlich halbwegs amüsant ist. Zumindest lassen meine Assoziationsketten so große Lücken, das ein jeder immer noch einen Teil eigener Häme hineinstecken kann, so dass man am Ende zu dem Schluss kommen kann, dass die anderen die hier sind es nicht raffen, dass sie in ihrer Betulichkeit gerade zu vulgär sind. Aber dabei hat jeder von uns irgendeinen Grund gehabt zu diesem Kreativmarkt zu gehen. Man muss deswegen nicht an Kritik sparen. Sicherlich der Großteil der Leute an diesem Tag dort gehört zu einer reflektierten Gesellschaftsschicht, die meint, diese Welt würde daran genesen wenn man ihr nur genug bunte Artefakte hinzufügt. Und wenn nicht die Welt daran heilt, dann doch zumindest die eigene Seele. Als wenn Verlust und Kränkung an ihren Türen vorbei gehen würden, in eine solche Wohnung nicht treten würden. Freud hat mich gelehrt das es nicht so ist und Marx, das es da aber durchaus qualitative Unterschiede gibt. Mit was sich geschmückt wird, in welchen Maßen und wer wo, zu welchen Zeitpunkt, in welche Wohnungen schmückt oder tritt. So treffen sich die seienden Mütter zum Chaitee, während woanders der Notarzt unter Beaufsichtigung der Nachbarschaft durch die Tür schreitet. Vielleicht ist die Familie schon anwesend. Und die Polizei. Sie macht die Formalien. Ein Gewaltverbrechen kann ausgeschlossen werden. Der Arzt nickt den Beamten zu, kümmert sich um die Lebenspartnerin des Verstorbenen. Legt ihr seine Hand auf die Schulter. Ein Beruhigungsmittel wird intravenös verabreicht und die Kälte auf dem Balkon, ist womöglich das einzige Trostspendende in diesem Moment. Und was ist da in diesem Moment? Sicherlich nicht viel mehr als Trauer und Wut. Aber das war ja Stunden vorher. Nachdem ich mich von meinen Bekannten verabschiedet habe dränge ich mich einmal in Runde an der Warenständen vorbei. Für mich ist nichts dabei. Ich will mich nicht mit Verniedlichungen schmücken. Einen kurzen Moment trete ich auf der Stelle, bleibe einen kleinen Moment in mir und für mich. Abgelöst von einem kurzen Gespräch mit L. Danach aber niemand mit dem sich ein Gespräch anbietet oder der die mir eines anbieten würde. Also schnell zurück durch den engen Durchgang ins Freie. Aber was kann das schon bedeuten. In diesen Moment, denke ich darüber nach, mit was ich mich schmücken würde wollen. Vlt mit einem Hieb von einem Hackmesser im Gesicht, das auf der linken Gesichtshälfte von der Stirn bis über die Wange verläuft oder einen Ganzkörpertätowierung in schwarz. Zumindest Gesicht, Hände und Füße. Aber das ist tatsächlich alles nur die peinliche Instituierung einer Sinnwelt, die ich als wahrhafter wissen möchte. Und gerade da wo es darauf ankommen sollte, kann ich selber gar nicht dazu stehen. Auf dem Rückweg ist ein DVD Player auf den Gehweg zum mitnehmen gestellt worden. Jetzt mein erster DVD Player des Lebens. Komisch, das als ein kleines Stückchen Glück zu empfinden, angesichts der Tatsache seid Jahren nie soviel Geld übrig zu haben, sich ein solches Gerät zu kaufen. Und angesichts dieses Gedankens ist das Quäntchen Glück auch schon aufgebraucht. Auf dem Balkon von vorhin steht jetzt eine andere Frau, sie wartet anscheinend auf das Eintreffen einer Person. Die einzige mögliche Handlung mit der sie dem um sie herrschenden Chaos einen Sinn aufzwängen kann. Einen kleinen Sinn nur, aber einen der sie davor schützt alles in Frage zu stellen was sie umgibt. Aber wie sollte man auch alles um sich denken? Das geht ja gar nicht. Und so macht die trivialste Handlung mehr Sinn als das Grauen das einen umgibt. Zu Hause angekommen teste ich den DVD Spieler der weniger als gut funktioniert. Ich suche mir die traurigste Musik raus, die auf die Schnelle zu finden ist. Wieder mal Alice in Chains. Dann lege ich mich hin, das Telefon höre ich nicht. Und erst danach beginne ich den Text, den ich jetzt beende. Kein Kontrolllesen. Einfach raus.

Freitag, 2. Dezember 2011

Dancehole Vol.3 / Italien tanzt den Gabba


Der gute Federico, der auch bei der tollen Umsonst Aktion von Abulia Concepts und dem Gluediver mitvertreten ist, has changed. Federico ist mittlerweile ein Gabbahead. Das weiß ich natürlich schon länger, weil wir immer noch im Kontakt stehen und sein Set von der ersten Dancehole war auch ziemlich gut. Ein bisschen verrückt ist dieser Sprung (natürlich siehts es nur aus der Distanz so aus) von Leftfield zu Gabba schon. Aber so mag ich es ja. Wie unten zu lesen ist, ist im Dezember die dritte Runde eingeleutet. Ich kann leider nicht da sein aber wenn ihr in der Nähe seid, besucht meine Buddies. Und wenn wir Fede ganz lieb bitten, vlt packt er dann ein paar Gabba Tracks in einen Ordner und ihr könnt diesen dann schon bald beim guten Alex runterladen. Schön wärs. Party On Garth!


DANCEHOLE VOL.3 / 100% PURE OLD SCHOOL HARDCORE
------------
17 DECEMBER 2011
FROM 8.30 PM TO 00
MONOTONO CONTEMPORARY ART, VICENZA
------------
E-DIPO THE MOTHERFUCKER (live set)
DJ RAF
DJ PHOBIK
CRIMINAL MIND
DJ LOWMASTER
------------
RAVE TILL YOU DIE!

Donnerstag, 24. November 2011

Alle die jetzt gerade nicht

an ihrer beschissenen Magisterarbeit sitzen, schaut euch schön This is England auf Arte an. Verdammte scheisse. Ich will auch. thinking of that fucking group of skins. oi!

psychic tv

Ich weiß ich sollte gerade schreiben. Aber ich bin schon wieder so traurig. Ich sollte mir mal ne Psychic TV Platte kaufen. Das Video ist von Nina Hartmann. Ist auch ne tolle Fotografin. Hatte ich aber bereits gepostet. Ja und dann, man sieht die ganzen Kameras die für die Menschen konsumieren und ihr doofes gequatsche. Furchtbar auch wenn man in Form dieses Videos dran partizipiert. 

Ken Jebsen und Schüss...

Radio Fritz (das ich früher leidenschaftlich gern gehört habe) musste sich sowohl von seinem Programmchef Stefan Warbeck als auch dem Moderator Ken Jebsen verabschieden. Die Aufregung ist groß, allein sie wird verfliegen. Sowohl die unberechtigte als auch die berechtigte Kritik. Da ist die Zeit nicht so wählerisch. Wer glaubt durch den Rauswurf von Jebsen würde ein Funken kritischer Vielfalt verloren gehen der irrt. Gehen muss ein selbstgefälliger Moralist. Darum ist es nicht schade. Es wird aber vermutlich nicht besser werden durch diesen ungekonnten Abgang. Also kein Grund für Trauer oder Schadenfreude. Ich hab (weil es an Kommentaren ja nie mangelt und sie so überaus lehrreich sind) das bei den Radio Fritzens FB Seite so kritisiert: 

Ken Jebsen glaubt nach wie vor das sein schnell fertiger Kommentar Schuld an seiner Misere wäre oder aber noch mehr sein(e) Kritiker. Er schnallt aber nicht den eigentlichen Inhalt der Kritik an ihm, dass die Welt komplexer ist als er scheinbar fähig ist zu vermitteln, ja leider vermutlich auch zu verstehen. Diese Simplizität ist Ken aber auch dem RBB/Fritz auf die Füße gefallen. Die Vielfalt oder Freiheit die von vielen hier (in den Kommentaren) eingefordert wird, ist im eigentlichen Sinn die Einfalt. Und die Geister die das hervorbringt faseln dann hier etwas von Volksverrätern oder Verdummung. Sie sind dadurch noch die deutlichste Bestätigung von Jebsens Kritikern. Ich glaube die die Ken vermissen müssen sich weniger um ihr Radio Sorgen machen als sie denken. Denn Radio Fritz hat dies bisher mitgetragen.

Georg Kreisler

Zu diesem Mann muss ich wohl nicht so viel schreiben. Er hat ja für sich selbst gesprochen. Ich denke in letzter Zeit viel darüber nach, was an Kritik noch gesagt werden kann ohne unglaubwürdig zu wirken. Hier ein positives Beispiel,  welches so aufwendige Produktionen wie das Kapital vom Rimini Protokoll locker in die Tasche steckt. Kreisler war ja entschiedener Gegner der Regietheaters. Da bin ich nicht seiner Meinung. Denn vielleicht bleibt bei Kreisler immer ungesagt, wieso die Verhältnisse so absurd sind, wie sie sich darstellen. Deswegen wird es wohl wenige Linke geben, die Kreisler nicht auf die Schultern geklopft und gesagt hätten: "Haste gut gemacht Keule. Das haben wir jungen Leute nicht mehr drauf!" Ich ja auch:"Haste gut gemacht Keule. Das haben wir jungen Leute nicht mehr drauf!" Und vielleicht ist es auch so, dass jetzt wieder ein Satz von Vokabeln gestorben ist. Und uns noch einmal mehr die Worte fehlen werden um die Scheisse beim Namen zu nennen. Mit wird ganz bang ums Herz. Mach´s gut alter Kreisler. Ich versuch´s jetzt ohne dich.

Dienstag, 22. November 2011

pete und pete

ich glaube das ist jetzt der tausendste Eintrag hier. Okay paar habe ich auch schon gelöscht aber...naja und dann auch noch Pete und Pete. Es geschehen noch Wunder. Danke Ned!

Montag, 21. November 2011

U.S. Girls - The Island Song

Wieso hat mich diese Frau so am Arsch? Vlt. weil Megan Remy nicht weniger als der inkarnierte Mythos des alternativen Amerikas ist? Ja vlt. ist es das.

@Torben, erschreck mich nie wieder so! Ich sag dir´s, ich bin ein Hungerneider. Das geht blutig zwischen uns aus! Nur so als Warnung!

Freitag, 18. November 2011

styler aufgepasst

ihr habt Konkurrenz. Youtube sagt ich hätte das Video schon einmal gesehen. Kann ich mich nicht dran erinnern. Und das fällt bei dem Video schwer zu glauben. Ich will nur sagen, wenn so das Houserevival aussieht, warum nicht. Hab ehh gerade viel an paris is burning und das vougen denken müssen. Ein wenig drag könnte mir vlt auch nicht schaden durch diese Zeit zu kommen. Aber jetzt in´s Bett. Das sie auch morgen wieder kraftvoll zu beißen können.

Dienstag, 15. November 2011

ich mag diese form von sprachspielen

1. NSFFB 9 up, 2 down
Not Safe For Face Book

Usually Posted in a status reply when something posted on Face Book is better suited to be explained in person to avoid ridicule or worse.
1) Joe Schmo- work sucked

Jane doe- really what happened

Joe Schmo- NSFFB. call me.

2) Joe Schmoe -I just got fired from work and dumped by my girlfriend all for getting tagged in a picture. I guess when you smoke weed with a naked girl make sure there are no cameras around, thanx Jim. Some pics are NSFFB.

Dienstag, 8. November 2011

johann georg elser

Heute wurde mal wieder diesem guten Mann gedacht. Beim Deutschlandradio hier und hier. Zu recht und vlt zu unrecht. Denn warum ihm jetzt und in welcher Weise gedacht wird, das bleibt trotz Nachfrage an Hochhuth eigentlich unbeantwortet. Und so ist es nicht verwunderlich, dass der Elser einmal Kommunist ist und dann nicht. Einig sind sich Hochhuth und ich, das Elser derjenige war, der es gemacht hat. Ob Elser sich als den Deutschen gesehen hat, der´s für die anderen macht? Ich bezweifle das. Und nur für sich wird er es aber wohl auch nicht getan haben. Diese Leerstelle wird durch die aufgefüllt, die an Elser erinnern wollen (und damit, da es unmöglich ist es nicht zu tun, etwas über sich selbst aussagen). Die Tat von Elser wird sich nicht reibungslos in die Gedenkkultur des bundesrepublikanische Ordnung einspannen lassen. Und so wird man immer von Elser mit einem ihm verbundenen ABER hören müssen, ganz im Gegenteil zum militärischen Widerstand, der quasi zum Gründungsmythos der BRD gehört. Um was wird also der Mythos der Deutschen mit der jetzigen Ehrung erweitert? Schaun wa ma!  Und Danke Frau Führer.

Sonntag, 6. November 2011

Istari Lasterfahrer, Sozialistischer Plattenbau, Karl Marx Stadt - ein Gedächtnisprotokoll

Die Redaktion unserer Wandzeitung "Der Gluediver" hatte seine Bemühungen mit dem Arbeitskollektiv "Sozialistischer Plattenbau"in Kontakt zu treten zuvor angekündigt gehabt. Dies ist unlängst geschenen und uns hat ein frei gewählter Kollektivteil Rede und Antwort gestanden. Dabei ging es um Lasterfahrer, Herrengedecke, edle Tropfen und den Baustand unserer imaginären Metropole Karl Marx Stadt. Zusätzlich ist es uns gelungen den Inhalt dieses Interviews und eines mit dem Ortsvorsteher/in der Gemeinde Karl Marx Stadt, in ein Blatt des imperialistisch/kapitalistischen Auslands zu platzieren. Namentlich dem SKUG aus Österreich. Damit ist unserer Wandzeitung nahezu eine Eulenspiegeltat gelungen. Mehr dazu und das zweite Interview im Dezember.
g:
Du hast dein Label 1999 gegründet, was waren da deine konkreten Intentionen?

istari_lasterfahrer:
Hauptsächlich meine eigene Musik auf Platten zu veröffentlichen.
Da kam aber sehr schnell auch dazu anderer Leute Musik rauszubringen. Das waren dann zuerst Compilations. Später hab ich dann auch ganze Platten von Bekannten gemacht. Zuerst waren da auch die dubcore 7inch Serie – wo es dann so Split Singles gab. Es gab auch Kooperationen mit anderen Labels, wie Complication 27 oder sprengstoff records.
Also die Hauptintention war zuerst eigene Musik raus zubringen - ohne irgendwie mit Labelbetreibern über meine Musik reden zu müssen und später eben auch Zusammenarbeit mit anderen Musikmachenden oder Schallplattenrausbringern.

g:
Gab es keine andere Möglichkeiten für dich zu veröffentlichen, oder war das eher eine "politische" Entscheidung (diy) bzw. wie ist das gemeint, nicht mit Label Leuten über deine Musik sprechen zu müssen?

istari_lasterfahrer:
Irgendwie vielleicht beides. Einerseits war meine Musik zu schröpselig, zu LowFi oder schlechter Sound für die Leute die ich kannte und ich bin auch nicht so kontaktfreudig – von wegen überall hinzurennen um denen meinen Kram aufzudrücken. Die andere Seite war dann vielleicht politisch zu sehen. Obwohl ich das nicht so nennen würde. Ich hab ja schon knapp 10 Jahre bevor ich das Label Ding angefangen habe Musik auf Kassetten und später Cdrs kopiert und verteilt. Allerdings auch in sehr kleinen Auflagen und dann auch an einen eher kleinen Kreis von Leuten.
Mit der Punkband, in der ich Schlagzeug spiele(Heimatglück), hatten wir 1997 unsere erste Single selber ins Presswerk gegeben. Ich dachte mir irgendwann das mach ich jetzt auch mit meinen eigenen Sachen.
Das politische daran ein eigenes Label zu machen, die D-I-Y Fahne hoch hängen und so, spielt eher nicht so die Rolle. Das ist zwar auch so im Hintergrund, aber irgendwie war das eher eine Konsequenz in dem was ich bisher gemacht habe. Ich hatte auch keine Ahnung wie das geht ein Label zu machen, also Buchhaltung und Vertriebssachen und wie man die Sachen im Presswerk abgibt und wie das Artwork gemacht werden muss.

g:
War das schwer, das Geld für die ersten Pressungen zusammen zu bekommen - musstest du da das Konfirmationsgeld auf den Kopf hauen? Und ist das dann von Anfang an alles glatt gelaufen? Von wegen, wie man sich vorstellt wie eine Platte zu klingen hat und was man dann aus dem Presswerk bekommt, etc.

istari_lasterfahrer:
Hab ja nie Konfirmationsgeld bekommen. Wo das Geld genau herkam weiß ich auch nicht mehr. Ich hatte damals glaub ich irgendeinen Job, wo ich was überhatte und hab hier und dort Einsparungen im Lebensstil vorgenommen. Das war dann auch nur eine 100er Auflage die ersten beiden Singles. Ich habe kein Mastering Studio besucht sondern das einfach das Presswerk machen lassen. Die Litofilme für den Label und Coverdruck hab ich einfach auf Folie am Laserdrucker gemacht, um die 40 Mark, die das damals pro Bogen gekostet hat, zu sparen. Das Presswerk hatte dann auch zurückgefragt, ob das so sein soll weil es dann beschissen aussehen würde. Testpressungen hab ich mir auch gespart und mich überraschen lassen. Die Musik hab ich damals ja noch auf nem Tapedeck zusammengemischt und dann wieder in den Rechner aufgenommen um es auf CD zu brennen, als Master Kopie fürs Presswerk. 1997 haben die hauptsächlich DATs genommen. Später hab ich dann immer schön das Geld von Auftritten angesammelt um es für Plattenpressungen zu haben.

g:
Produzierst du noch immer so Platten wie gerade beschrieben, ohne Testpressung etc.

istari_lasterfahrer:
Bei 7inches kann es schon vorkommen das ich keine Testpressungen habe, bei den 12inches aber meistens schon.

g:
Man kennt einige Produzenten elektronischer Musik die aus dem Punk Umfeld kamen. (Die Liste reicht da von Marusha bis Ikonika) Ich würde dich da mit Heimatglück dazu zählen. Diese Verknüpfung scheint fast schon ein urbaner Mythos geworden zu sein oder gehört zum guten Ton?! Ist diese Verknüpfung eine nahe liegende? Wie war das bei dir?

istari_lasterfahrer:
Die Trennung Punk und elektronische Musik gibt es ja immer noch auch wenn sie gerade mal wieder etwas durchlässiger zu sein scheint. Ganz früher, bevor ich dann irgendwann Punk Musik gehört habe, habe ich gerne so Grandmaster Flash und heaven 17 gehört bzw. von nem älteren Bruder eines Freundes kopiert. An nem Computer Musik zu machen hab ich auch schon gemacht bevor ich Punk Musik gehört oder gemacht habe. Das ist bei mir wenn überhaupt so parallel verlaufen. acid house fand ich damals mit 15 ganz lustig, auch so Sachen wie Kraftwerk oder die synthesiser Sachen auf der Extrabreit Platte oder Effekte bei der Fehlfarben Platte. Techno hat mich nicht so interessiert, zumindest nicht soweit das ich mir Tonträger besorgt habe. Das kam dann erst später mit Jungle und uk hardcore um die 94 rum.

g:
Würdest du für dich trotzdem Gemeinsamkeiten sehen?

istari_lasterfahrer:
Teilweise ja. Vom Produzenten Standpunkt mehr. Auch teilweise vom Besetzen von Räumen und das veranstalten von Partys oder Konzerten her.

g:
In welchem Umfeld (Szene) hast du damals das Label hinein gegründet? Wie hat sich diese Beziehung bis heute entwickelt?

istari_lasterfahrer:
Ich hab einfach Platten gemacht und nichts gewusst von irgendeiner Szene. Das ist das merkwürdige. Ich hatte ein paar Vertriebsverbindungen, das waren teilweise Mailorder aus der Noiseszene, andere eher kleine Electronica Sachen und dann hatte ich eine Platte in dem Hamburger otaku Plattenladen gefunden, wo auf einen Aufkleber drauf stand das die Platte von digitalworldnet vertrieben wird. Den hab ich dann angeschrieben und irgendwie gemerkt, dass das was die vertreiben auch mir am besten passt. Von dort aus hat sich dann mehr entwickelt. Zum Beispiel haben dann auch noch andere Leute in anderen Ländern Labels angefangen und auch Mailorder zu betreiben. Ich kam nicht einmal auf die Idee im Plattenladen den Menschen zu fragen wo ich meine Platten vertreiben kann.

g:
Ich assoziiere dein Label mit dem Genre breakcore (breakcore als eine Art Sammelbegriff, also nicht statisch). In Berlin ging da vor einigen Jahren noch einiges. Jetzt scheint mir das eingeschlafen oder durch andere Szenen besetzt zu sein. Wie war das in Hamburg gabs/gibts da eine entsprechende Szene. Wenn dein Label etwas mit dem Genre breakcore gemein hat, spürst du solche Veränderungen? Oder ist das nur in meiner Wahrnehmung so?

istari_lasterfahrer:
Als ich angefangen habe wusste ich noch nichts von dem Begriff breakcore. Ich würde mein Label inzwischen auch in der breakcore Szene verwachsen sehen, auch wenn der Begriff irgendwie immer unklarer für mich wurde. Vor ein paar Jahren kam es da wohl zu einem overkill. Irgendwie haben dann viele der damaligen breakcore Produzenten angefangen was anderes zu machen. Teilweise auch mit recht klaren schnitten, so wie gestern hui und heute pfui. Na ja egal, ich kanns teilweise verstehen und dann auch nicht. In Hamburg hat das eh schon immer eher geschlafen oder war recht klein, bis auf die Leute aus dem hardcore/gabba Umfeld die Partys gemacht haben, ein paar Leute aus der drum and bass Szene und die Geschichten bei mfoc im Pudel am Sonntag. Und das war es dann auch. Zur Zeit würde ich sagen ist das ganze recht spärlich in Hamburg, aber zum Beispiel Berlin oder anderswo, war da immer schon mehr los gewesen wenn es um diese Musik ging oder deren verschiedenen Ausläufer.

g:
Hast du das auch an Verkäufen von Platten gemerkt oder sind das bloß die Produzenten die sich von der "Szene" distanziert haben?

istari_lasterfahrer:
Nee die Plattenverkäufe sind auch zurückgegangen. Ich denke das ist auch eine Mischung daraus das Leute Musik mehr und mehr als mp3 oder audiofiles haben. Das mehr und mehr mit traktor oder ähnlichem, also dem Rechner auflegen. Aber natürlich auch das was gerade so angesagt ist, die Genres ändern sich ja auch. Das scheint auch irgendwie auf das Angebot abzufärben und auf das was Leute auflegen. Wenn jetzt von einer Musikrichtung nur noch knapp 7 Platten im Jahr rauskommen dann wird es für DJs auch irgendwie langweilig (meine ich).

Einige der vielen "breakcore" Veröffentlichungen zum peak waren ja auch irgendwann in der so genannten pattern Falle, formalistisch und irgendwie dann unüberraschend und irgendwie nicht frisch. Vielleicht haben sich so die Soundqualitäten immer mehr perfektioniert, was mir aber persönlich eher weniger wichtig ist.

g:
Wie reagierst du mit deinem Label und als Künstler auf solche Umbrüche?

istari_lasterfahrer:
Bei dem Label haben mich eh auch immer andere Sachen interessiert, bei der Musik machenden Seite ebenso. Ansonsten reagiere ich da langsam drauf oder gar nicht. Was das raus bringen von Musik betrifft, ich reagiere da mit kleineren Auflagen drauf und auch mit runterladen von Musik. Ironischer Weise hab ich selber bevor ich Platten raus gebracht habe meine Musik im Netz (bbs systeme und internet) schon als downloads angeboten.

g:
Durch die Karl Marx Stadt Veröffentlichung habe ich deine bandcamp Seite entdeckt. Lohnt sich das für dich, wie viel streichen die ein ...etc?

istari_lasterfahrer:
Bandcamp scheint relativ wenig einzustreichen. 10% glaube ich. Ob sich das lohnt weiß ich nicht, bei junodownloads verkaufe ich auch. Ich würde aber sagen, dass die digitalen Verkäufe bei mir noch weit hinter den Einnahmen aus Platten sind. Um davon eine Plattenproduktion zu machen bin ich eher noch weit entfernt.

(Bin eben mal kurz runter zum Kiosk)

g:
Bisher wurden die LPs von KMS bei Lux Nigra veröffentlicht. Jetzt bei dir. Wie kommts?

istari_lasterfahrer:
Weil ich sie raus gebracht habe. Lux Nigra hat glaube ich schon länger nichts mehr veröffentlicht. Ich hab KMS, nachdem ich ihn(Christian Gierden) von den society suckers und den KMS Sachen kannte, das erste Mal in Leipzig auf einer Party getroffen, wo die suckers und ich aufgetreten sind. Ich hatte ja auch schon eine kleine Weihnachts-CDr gemacht wo er drauf war. Und das eine Stück, was er mit lxc gemacht hat, für die eine bomb fi dub 12inch. Ich fand seine Sachen immer super und dann hab ich von lxc gehört das Christian noch ein ganzes Karl Marx Stadt Album zusammen hat. Da hab ich ihn dann gefragt und so kam das dann zustande.

g:
Ist das ein Glücksfall, Normal oder viel Arbeit?

istari_lasterfahrer:
das was?

g:
KMS/Suckers ist ja nicht irgendwer. Waren einer der wenigen „deutschen“ Acts die damals bei der Transmediale/Wasted auftreten konnten. Früher dachte ich einmal, die suckers könnten sich zu einer Alternative von mouse on marse entwickeln. Hätte ich ein Label würde ich mich freuen KMS machen zu können. Wie ist das für dich? Ein Glücksfall, Normalfall oder Business?
(Davon abgesehen wollte ich früher mal ein Kassettenlabel machen und hatte auch die suckers gefragt. Aber bis auf ein paar Treffen mit Christian kam da weiter nichts zustande.)

istari_lasterfahrer:
Dann ein Glücksfall. Das hör ich jetzt alles auch zum ersten Mal.
Welches Kassettenlabel?

g:
Das, das dann nie eines geworden ist – confuse a cat rec.

istari_lasterfahrer:
Super Titel.

g:
Na ja ein bisschen mehr wirst du zu KMS schon gewusst haben. Sonst macht man doch nicht einfach eine Doppel LP im goldenen Cover.
Hast du die Sache in einer üblichen Auflage gemacht oder ein paar mehr gepresst?

istari_lasterfahrer:
Ich wusste nur das KMS Christian Gierden ist. Eher mehr wusste ich über die society suckers. Ich habe dass jetzt in der üblichen Auflage von 350 Stück gemacht. Was aber schon eine Menge ist.

g:
Okay. Was ich amüsant fand, ist, dass ihr beide Bezug nehmt auf Projekte des real existierenden Sozialismus. (karl marx stadt/sozialistischer plattenbau) Habt ihr das mal thematisiert. Kannst du mir dazu vlt. noch ein bisschen was sagen/schreiben?

istari_lasterfahrer:
Der Name des Labels stammt von meiner damaligen Freundin. Die hatte das aufgebracht. Die Verbindung Plattenbau mit Vinyl raus bringen gibt es glaube ich x Mal. Zumindest weiß ich noch von 2 anderen Labels. Das sozialistische find ich gut da im Titel. Dass das jetzt so gekommen ist und zusammenpasst ist schon interessant. Hmm, was kann ich da sonst noch zu sagen.

g:
Ich unterstell euch einfach Mal (nicht böswillig), dass die Entscheidung für solche Namen über bloße Ironie hinausgeht!?

istari_lasterfahrer:
Wie es bei KMS steht weiß ich nicht. Ich habe den Namen des Labels völlig unironisch gewählt. Das Wortspiel mit Plattenbau und Vinylschallplatten find ich eher blöd. Das (Plattenbau, g.) hat eher was mit serieller Produktion zu tun, auf der einen Seite und der Idee einer anderen Form des Warenaustausches (Sozialismus, g.) auf der anderen. Ist aber auch nur eine Idee, nicht das ich jetzt da so was wie eine Philosophie oder eine Theorie im Bezug des handeln des Labels habe, die es dann gilt ausgeführt zu werden. Sondern eher so was wie, ich geh jetzt mal da die Böschung lang statt auf der großen Straße.

g:
Wie wichtig ist es dir als Istari Lasterfahrer aufzutreten. Steht da was an?

istari_lasterfahrer:
Auftritte sind schon wichtig, trete gerne auf - ist ja auch eigentlich die einzige Möglichkeit mal zusehen wie die Musik so funktioniert die ich mache. Stehen bestimmt auch noch Sachen an, im Moment ja eher mit classless kulla, aber im nächsten Jahr mit KMS ein paar Auftritte. Mal sehen was es da gibt, ob ich was Besonderes mache oder nicht. Das weiß ich noch nicht.

g:
Nun kann man ja nicht musikalischen Entwicklungen vorgreifen, aber wahrscheinlich probierst du schon rum, so dass sich deine Musik in mehr als nur Takt und Rhythmus unterscheidet.
Bahnt sich da was an, vlt. Bezgl. Produktionsmöglichkeiten oder musikalische Vorlieben?

istari_lasterfahrer:
Schwer zu sagen, das hängt immer von der Zeit ab, die ich habe. Würde ich die haben, würde ich mehr mit Geräten und analogen Sachen arbeiten, aber zum arrangieren und produzieren kostet das immer mehr Zeit als nur was mit Samples und virtuellen Sachen zusammen zu bauen. Aber ich kann das nur schlecht sagen was da rauskommt, wenn ich was mache.

g:
Es scheint du lenkst dich durch Lohnarbeit von den schönen Sachen des Lebens ab?

istari_lasterfahrer:
So sieht es aus. Und das Label und der Mailorder macht auch viel Arbeit wenn das nicht alles nur rumdümpeln soll.

istari_lasterfahrer:
Bin schon am Kartoffeln schälen.

g:
Hattest du mal gehofft von der Musik verlegen/machen zu leben?

istari_lasterfahrer:
Ich glaube so wirklich gehofft hab ich das nicht. Um von dem Verlegen von Musik zu leben braucht es glaube ich soviel Arbeit und Kompromisse das ich da keine Lust darauf habe. Dass es einen minimalen Teil finanziert und sich vor allem von selbst größtmöglich am Laufen hält (das Label), das finde ich schon gut. Die Relation Aufwand und Gewinn (finanziell) greift da aber nicht wirklich.
Beim Musikmachen könnte ich mir das Hoffen schon vorstellen.

g:
Das hast du schön formuliert. Letzte Frage. Welche aktuelle Musik hat dich das letzte Mal so richtig gekickt?

istari_lasterfahrer:
Puh schwierig.

g:
Gehst du jetzt deine Platten durch?

istari_lasterfahrer:
Kommt ja auch an wo und im welchem Zusammenhang. Auf dem Tanzboden weiß ich es nicht, weil ich dann nicht zum DJ gerannt bin um nachzufragen.

ja im kopf

Ich glaube das wird schwierig: devilman fand ich live sehr mitreißend. Die Band maison derrire aus Hamburg sehe ich sehr gern und hör sie gerne. Dann gibt es einen Haufen Platten die ich gut finde, die ich immer wieder in die Hände kriege.

g:
Okay lassen wir das so stehen.

istari_lasterfahrer:
Schwer zu sagen, da mich meine eigene Musik immer sehr kickt. Irgendwie hab ich dann überall sonst auch einen zu sehr im System Musik steckenden Ansatz Musik zu erleben, nicht immer!

g:
Felix vielen Dank für deine Ausdauer, vielen Dank für dieses Interview.

Mittwoch, 2. November 2011

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Bastard Noise im Hafenklang

Kommenden Dienstag im Hafenklang und ich bin so etwas von dabei. Egal ob die Bremer es mal wieder verpennen oder in Scharen nach Hamburg schwärmen. Ich wills sehen, ich will, ich will, ich will....


Di 01.11.2011
Hafenklang | Konzert

Bastard Noise (USA) + Dysmorfic (ITA)

Eintritt: 8.00 €
 | Open: 20:30 | Start: 21:30